Magic Moments – Erwachen

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Lautes Kindergeschrei, der übliche Kampf um die Reihenfolge in der Schlange, vor dem beinahe immer besetzten Badezimmer. Daniel, mein Mann, drehte wie jeden Gott verdammten Tag, am Rad weil er Angst hatte zum hundertsten Mal zu spät zur Arbeit zu kommen. Und ich, ja ich musste über alles die Kontrolle behalten und ruhig bleiben.

Endlich! – Zwei Stunden später, es war kurz vor acht Uhr morgens, habe ich die Kinder an der Schule abgesetzt, meine flachen Ballerinas, gegen High Heels eingetauscht und bin war auf dem Weg zur Arbeit.

Neben dem üblichen Alltag als Mutter und Ehefrau, führe ich zusätzlich eine Modelagentur. Mein Büro liegt anders als mein Haus, im Zentrum der Stadt. – Gott sei Dank, blieb mir ein Stau heute erspart. Der Verkehr war flüssig, ich kam zügig voran und erschien pünktlich an meinem Arbeitsplatz.

Der Blick in die verspiegelten Wände des Aufzuges, ließen mich leise aufseufzen. Für meine dreißig Jahre, sah ich schon verdammt alt aus, wie ich fand. Der viele Stress, das triste, langweilige Alltagsleben, hatten mich in den letzten Jahren ermüden lassen. Früher, vor noch über zehn Jahren, war ich lebensfroh. Ich strotzte nur so vor Energie, konnte nicht oft genug mit Daniel schlafen. – Doch mittlerweile war sogar das eingeschlafen. Ich fand ihn immer noch attraktiv und ich liebte ihn auch, keine Frage. Jedoch hat uns der Alltag viel zu schnell eingeholt, alles wurde zur Routine, alles lief jeden Tag gleich ab. – Ich hatte es satt!

Die Aufzugstüren öffneten sich, mein Spiegelbild verabschiedete sich von mir. Gespielt selbstbewusst, sexy, stolzierte ich durch meine Büroräume. Begrüßte die Mitarbeiter und ging durch die verglaste Türe, in mein Büro.

Jede Menge Arbeit, Stress, das war es was ich jetzt brauche.

Mein Job war im Lauf der vergangen Jahre, mein Ausgleich, das Ventil für das Chaos, das zu Hause herrschte geworden.

Über mangelnde Arbeit konnte ich mich nicht beschweren. – Neue Castings standen an, Karteien mussten geprüft werden, etliche Verträge warteten auf meine Unterzeichnung.

Die Zeit rauschte nur so an mir vorüber. Ich hatte viel zu tun, erledigte alles sorgfältig und so war es auch schon Mittag, als ich auf die Uhr an der Wand blickte.

Wie üblich wollte ich gerade in die Cafeteria gehen um mir einen Kaffee zu holen, als plötzlich die Türe aufgingen.

Ich traute meinen Augen nicht! Vor mir stand doch tatsächlich Daniel. Noch nie zuvor hatte er je, auch nur einen Fuß in dieses Gebäude gestellt. „Ist was mit den Kindern? – Ist irgendetwas passiert?“, fragte ich ihn aufgeregt und voller Sorge, da ich mir seinen Besuch nicht anders erklären konnte. Er trat in den Raum, schloss die Türe hinter sich und ging auf mich zu. – Berührte meinen Arm und sah mich so liebevoll, an, wie er es schon lange nicht mehr getan hatte.

Mit den Kindern ist alles in Ordnung“, seine Hände strichen über die Ärmel der transparenten Bluse, die ich trug.

Aber unsere Beziehung ist es, wo wieder mal etwas passieren muss.“

Seine Worte trafen mich wie ein Blitz. – Ihm geht es also nicht anders als mir. Er konnte genauso spüren, dass uns der Alltag eingeholt hatte.

Das ist wahr“,mit einem Mal loderte die alte, schon längst in Vergessenheit geratene Leidenschaft wieder in mir auf. In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher als ihn, meinen Mann. Ich wollte ihn spüren, fühlen, seinen betörenden Duft riechen, ihn schmecken. Es war lange, sehr lange her, seitdem ich mich so sehr nach ihm verzerrte, nahezu nach senen Berührungen lechzte. Mein Plan, die Mittagspause alleine in der Cafeteria zu verbringen, wurde schnell über Bord geworfen.

Ohne ein weiteres Wort zu sagen, presste Daniel seine Lippen auf meine. Sachte drängte er mich zurück an meinen Schreibtisch. Durch mein blindes Vertrauen zu ihm geführt, setzte ich einen Schritt nach dem anderen, immer weiter nach hinten, bis meine Knieneugen schließlich, die Kante des goldenen Sofas berührte. Instinktiv umfassten seine Hände mein Becken. Mit nur einer einzigen Bewegung spreizte er meine Beine. Ich stöhnte. Seine Küsse benetzten meinen Hals. – Lustvoll streckte ich mich seinen Liebkosungen entgegen. Ich wollte alles und noch mehr.

Baby, du schmeckst so gut…mhmm..köstlich“, das Vibrieren seiner Stimme auf meiner Haut, entlockte meiner Kehle einen rau klingenden Ton.

Nimm mich! – Schnell!“, mehr brachte ich in diesem Moment nicht mehr hervor. Ein einziger Blick in meine Augen später, schob er mir den Rock über die Hüften hoch und zog den seidenen String den ich trug, zur Seite. Gierig öffnete ich den Reißverschluss seiner Hose, fuhr mit meiner Rechten in seine Shorts und umfasste seinen steinharten Penis. „Stopp“, hörte ich ihn da plötzlich sagen. Irritiert sah ich zu ihm hoch. „Baby ich habe nicht genügend Zeit. – Fürs erste wirst du von mir verwöhnt werden…, den Hauptgang heben wir uns für heute Abend auf.“

Enttäuscht zog ich meine Hand wieder aus seinen Shorts zurück.

Lege dich zurück!“, befahl er mir und ich folgte ihm.

Sein Blick schweifte über meinen Körper, die Hände strichen, gefolgt von seinen Lippen über meine Beine.

Als er vor mir in die Hocke ging, meine Beine über seine Schultern gelegt, den Kopf in meinen feuchten Schoß gesenkt, vor mir kniete, überkam mich ein angenehmer Schauer. Ich wusste nicht warum, aber ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Mann zuvor noch nie so gut wahr genommen hatte wie jetzt. Er war so verdammt sexy, so verrucht und verdorben, wie ich es mir immer von ihm gewünscht hatte. Wenn ich ihn noch weiter beobachtet hätte, wäre ich womöglich alleine schon durch meine wilden Fantasien mit ihm, zum Höhepunkt gekommen. Also lehnte ich mich zurück, schloss die Augen und genoss ihn.

Ich spürte seine Zunge, wie sie in langsamen Bewegungen über meine Perle kreiste. Seine Finger krallten sich in meine Oberschenkel und die Versuchung lauthals zu Stöhnen war so groß, dass ich Mühe hatte mich zu beherrschen. Doch der Gedanke daran, erwischt zu werden machte mich unglaublich an, spornte mich dazu an, mich fallen zu lassen, den Verstand auszuschalten und den Gefühlen den Vorrang zu geben.

Schon nach nur wenigen Minuten wusste ich nicht mehr wo mir der Kopf stand. – Er beherrschte mich, kontrollierte meine Lust, indem er den Druck auf meine, angeschwollene Knospe, mal mehr, mal weniger erhöhte. Der Griff um meine Schenkel wurde fester. Ich war mir sicher, dass er wusste, dass ich nicht mehr weit entfernt von meinem Höhepunkt war. Seine Zungenspitze wurde flinker, die flatternden Bewegungen brachten mich zum fliegen. Ich hob ab. Verlor mich völlig in meiner Lust und Begierde nach ihm. Ein letztes Mal sog er meinen Kitzler zwischen seine Lippen, als ein Elektrizität gleiches Zucken mich durchfuhr. Mein Körper bebte, meine Perle zuckte und ich spürte sein warmes Lächeln auf meiner Vulva.

Du bist wundervoll meine Schöne“, er war wieder aufgetaucht, sein Gesicht war direkt über meinen und er sah mich an.

Mit einem Mal wusste ich, dass aus der kleinen Glut in uns, nun endlich wieder ein Feuer entfacht wurde.

Text: Saraphina J.C. Rose

Bild: holmsohn

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